
Quelle:dpa
Schon vor einiger Zeit wurde im Forum über die bislang für Computerhersteller eher uninteressante Zielgruppe der Senioren philosophiert. Damals wurde die Behauptung aufgestellt, dass ein Tablet-PC durchaus in der Lage wäre eben auch diesen, zumeist technisch unversierteren Part der Gesellschaft endlich auch an den Welten des Internets partizipieren zu lassen.
Sich alleine auf solch ein "neumodsches" Gerät einzulassen, fällt zwar trotzdem noch Vielerorts schwer, allerdings bildet die liebe Verwandtschaft die treibende Kraft, wie am Beispiel von Heide Kreutz (67) deutlich wird.
Trotz Laptop-Kurs an der Volkshochschule kam die ältere Dame nicht so richtig mit dem Computer klar und so ergriff ihr Sohn (38) die Initiative und schenkte seiner Mutter ein iPad. Nach kurzer Einführung war es somit auch Frau Kreutz möglich einfach Emails zu empfangen, zu schreiben und auch sonst das "Surfen" zu lernen.
Letzte Woche berichteten wir bereits über eine Senioren-Nachfrage am iPad von 3% und gerade Heidi Kreutz bestätigt diese Umfrage. Bei wem der PC noch nicht einen Großteil der Lebens- und Arbeitszeit ausfüllt, der macht sich auch weiter keine Gedanken, ob das iPad Flash unterstützt oder einen oder keinen USB-Port besitzt. Wichtig ist allein, sich in die "unbekannte Welt" langsam voran zu tasten. Das Display ist groß, ebenso die Buchstaben und gegen Fingerabdrücke liegt ein Tuch bereit.
Schlagzeilen machte auch Virginia Campbell. Die 99-Jähre Amerikanerin leidet seit 20 Jahren am Grünen Star und kann kaum noch sehen. Durch das iPad ist es ihr wieder möglich Zeitung und Magazine zu lesen und auf der virtuellen Tastatur ihre Gedichte zu schreiben. Die perfekte Werbung für Apple.
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Dabei kommt der Trend im Prinzip nicht unerwartet. Nicht umsonst gilt das iPhone als beliebtestes Seniorenhandy, da es leicht zu bedienen ist, aber nicht so "großtastig" und klobig aussieht wie seine Konkurrenzmodelle.
Fest steht, dass die meisten Senioren nicht von alleine auf den Gedanken kommen sich ein Tablet zu kaufen, aber mit Oma einfach per Email Kontakt zu halten, ermuntert die Angehörigen auch zu einer umfassenderen Einführung. Der Sohn von Frau Kreutz tippt beispielsweise gerade eine Gebrauchsanleitung. Ganz ohne geht es eben noch nicht.
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