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iPad mini - was der Winzling von Apple kann




Zu seiner Zeit sagte der ehemalige Apple-CEO Steve Jobs noch, dass 7-Zoll-Tablets keinen guten Komfort bei der Bedienung bieten. Apple hat das Problem scheinbar nun gelöst, denn das Unternehmen aus Cupertino hat vor Kurzem eine kleinere Variante seines beliebten Tablets, dem iPad, veröffentlicht. Wie sich das iPad mini schlägt, verrät dieser Artikel.

Als Apple das iPad 3 veröffentlichte, überschlugen sich viele Menschen mit Begeisterung für das neue Retina-Display. Aufgrund der hohen Auflösung sollen Pixel bei normaler Betrachtung nicht sichtbar sein. Apple verzichtet bei seinem Winzling auf das hochauflösende Display, stattdessen gibt es nur die von den alten iPads bekannte Auflösung von 1024 x 768 Pixeln. Auf dem 7,9-Zoll-Bildschirm sieht die vergleichsweise niedrige Auflösung zwar besser aus als beim iPad und iPad 2, die Konkurrenten bieten hier aber bessere Auflösungen.

Mit Preisen ab 329 Euro ist das kleine iPad das günstigste Tablet im Angebot der US-Amerikaner. Zum Vergleich: Das iPad 2 kostet mindestens 399 Euro, für das neue iPad der 4. Generation werden mindestens 499 Euro fällig.

Optik und Haptik: Wie sieht das iPad mini aus?
In puncto Design hat sich Apple beim iPhone 5 und dem großen iPad inspiziert. Die Gehäuseabrundungen sind dieselben wie beim großen Bruder. Dafür ist das iPad mini etwas schmaler, wodurch man es gut in einer Hand halten kann. Scharfe oder unangenehme Kanten gibt es keine. Beim Gehäuse hat Apple trotz des niedrigen Preises nicht gespart - nach wie vor wird es aus Aluminium hergestellt. Die Farbauswahl ist auf zwei Farben begrenzt: „Schwarz & Graphit“ sowie „Weiß & Silber“.

Apple typisch wurde nicht gespart: Sowohl die verwendeten Materialien als auch die Verarbeitungsqualität ist sehr gut. Der vergleichsweise hohe Preis für das kleine Tablet ist durchaus begründet. Für Schnäppchen-Jäger sind die aktuellsten Gutscheinaktionen von Amazon interessant. Mit ihnen lässt sich beim Kauf eines iPad mini sparen.

Bedienung: So liegt das Tablet in der Hand
Der 7,9-Zoll-Bildschirm des iPads besitzt Abmessungen von 200 x 134,7 Millimeter. Apple hat eigenen Angaben zufolge die Größe so gewählt, dass sich das kleine iPad problemlos in einer Hand halten lässt, gleichzeitig aber auch ein großes Display bietet. Mit einem Gewicht von nur 308 Gramm ist das iPad mini ein echtes Leichtgewicht, der große Bruder ist mit 652 Gramm vergleichsweise schwer.

Aufgrund des dünnen Rahmens rechts und links liegt der Daumen fast immer auf dem Display. Apple hat allerdings an das Problem gedacht: Der Touchscreen erkennt, ob es sich um einen Daumen handelt oder nicht. In der Praxis funktionierte die Erkennung fast immer. Insgesamt ändert sich an der Bedienbarkeit durch das kleinere Display nichts. Man kann sogar sagen, dass es aufgrund des geringen Gewichtes komfortabler bedienen lässt.

Ausstattung: Das Innere des kleinen Tablets
Käufer haben beim iPad mini die Wahl zwischen 16, 32 und 64 Gigabyte Speicher. Auf eine Speichererweiterung via micro-SD verzichtet Apple. Wie auch beim iPhone 5 hat Apple den neuen Lightning-Connector verbaut, der nun für Strom und den Kontakt zu anderen Geräten sorgt. Das Netzteil besitzt nur fünf Watt, genauso wie das des iPhone 5. Besitzer eines alten iPads können allerdings auch ihr 10-Watt-Netzteil nutzen.

Für drahtlosen Kontakt mit der Außenwelt sorgt WLAN 802.11 a/b/g/n. Unterstützt wird sowohl das 2,4-GHz- als auch das wenig überfüllte 5-GHz-Band. Für den mobilen Zugang ins Internet gibt es Varianten mit LTE. Das iPad mini unterstützt allerdings nur die Frequenzen 2100 MHz, 1800 MHz und 850 MHz. Unterstützt wird nur das 1800-MHz-Band - und zwar von der Telekom. Vodafone und O2 Kunden surfen auf ihrem iPad mini derzeit nicht mit LTE, sondern müssen sich mit HSPA+ begnügen.

Bei den Kameras hat sich Apple beim großen iPad bedient. Auf der Rückseite des Minis schießt die 5-Megapixel-iSight-Kamera ansprechende Fotos und nimmt Videos in Full HD auf. Für Gespräche mit Freunden und Bekannten hat Apple eine 1,2-Megapixel-Facetime-HD-Kamera verbaut. Die verbauten Stereo-Lautsprecher sind ungewöhnlich. Sie sind links und rechts angeordnet und werden häufig von den Händen verdeckt.

Bildschirm: Kein Retina-Display
Wie zuvor erwähnt, verzichtet Apple derzeit auf ein Retina-Display beim kleinen iPad. Dafür betont das Unternehmen, dass der Bildschirm ihres Produktes 35 Prozent größer ist als bei der Konkurrenz. Mit einer Bildschirmauflösung von 1024 x 768 Pixel bei 163 ppi bietet das iPad mini eine geringere Auflösung und Pixeldichte als der Konkurrent Nexus 7 mit 216 ppi und einer Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten.

Im direkten Vergleich mit dem iPad der dritten und vierten Generation ist der Unterschied deutlich: Das iPad mini hat klar den Nachteil. Wer dagegen die Retina-iPads nicht kennt, für den ist das Display sehr gut.

Performance: Alte Technik in neuem Gewand
Apple nutzt in seinem kleinen Tablet den altbekannten Dual-Core-Prozessor A5, der bereits im iPad 2 zum Einsatz kam. Auch der Arbeitsspeicher von 512 MB entspricht der Ausstattung des iPad. Im täglichen Gebrauch reagiert das iPad mini zügig. Sowohl das Scrollen und Surfen im Web als auch das Starten der Apps lässt den Nutzer nicht auf sich warten. Unterschiede zum großen Bruder gibt es in aufwendigen Spielen, hier punktet der schnelle Prozessor des neuen iPads.

Die Akkulaufzeit ist wie auch beim großen iPad sehr gut: Laut Apple können iPad mini Besitzer bis zu 10 Stunden im Internet via WLAN surfen. Der Mobilfunkbetrieb reduziert die Akkulaufzeit um eine Stunde auf insgesamt neun Stunden. Auch das Abspielen von Videos macht keine Probleme: Etwa sieben Stunden lang können Filme angeschaut werden.

Fazit
Ob für zu Hause, die Schule oder das Büro - das iPad mini ist mehr als eine kleine Variante des großen Bruders. Trotz fehlendem Retina-Display und schwächerem Prozessor ist das iPad mini ein sehr gutes und vor allem handliches Tablet. Besitzer eines iPad der dritten Generationen brauchen definitiv nicht umsteigen, für iPad Neulinge ist der niedrige Einstiegspreis jedoch den Kauf des kleinen Tablets Wert.

Artikelbild: Creative Commons by uka0310 / Flickr.com


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